Infoabend zur Sanierung der L 334 in der Gemeindehalle

L334: Zehn Jahre nach dem Starkregenereignis – wann wird die Strecke endlich saniert?

Diese Frage stand im Mittelpunkt eines Informationsabends in der Gemeindehalle in Dahlheim. Neben zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern, auch aus den umliegenden Gemeinden, nahm auch der rheinland-pfälzische Innenminister Achim Schwickert an der Veranstaltung teil. Die Initiative für den Informationsabend hatte der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Loreley, Mike Weiland, gemeinsam mit den betroffenen Ortsgemeinden ergriffen.

Vertreter des Landesbetriebs Mobilität (LBM) erläuterten ausführlich den aktuellen Sachstand und gingen auf die bisherigen Entwicklungen ein. Darüber hinaus informierten sie über die weiteren geplanten Maßnahmen und das weitere Vorgehen zur Sanierung der Strecke.

Für die Sanierung der L334 ist ein Planfeststellungsverfahren erforderlich. Die Vertreter des LBM machten deutlich, dass dieses aufgrund der umfangreichen rechtlichen Vorgaben und notwendigen Prüfungen einen erheblichen Zeitaufwand mit sich bringt. Erst nach Abschluss dieses Verfahrens können die weiteren Schritte zur Umsetzung der Maßnahme erfolgen.

Viele Anwesende machten deutlich, dass sie nach zehn Jahren weiterhin auf konkrete Fortschritte und einen verbindlichen Zeitplan warten. Entsprechend groß war das Interesse an den Ausführungen der Verantwortlichen.

Nach den Ausführungen der Verantwortlichen können drei Sanierungsmaßnahmen mittelfristig in den Jahren 2026 bis 2028 umgesetzt werden. Dies erläuterte der Leiter des Landesbetriebs Mobilität Diez, Herr Bauch. Voraussetzung hierfür ist jedoch zunächst die Durchführung eines wasserrechtlichen Genehmigungsverfahrens. Mit den geplanten Maßnahmen könnten die mehr als 100 auf der Strecke aufgestellten Warnbaken in den kommenden Jahren endlich beseitigt und die Verkehrssicherheit nachhaltig verbessert werden.

Dabei wurde auch deutlich: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landesbetriebs Mobilität waren in der Vergangenheit stets verlässliche Partner. Gerade rund um Dahlheim wurden in den vergangenen Jahren bedeutende Straßenbauprojekte erfolgreich umgesetzt. Als Beispiele wurden unter anderem die innerörtliche Wellmicher Straße mit einem Investitionsvolumen von 5,4 Millionen Euro, die K103 – die sogenannte Schulstraße von Dahlheim nach Kamp-Bornhofen – sowie die Sanierung der Lahnbrücke in Lahnstein genannt. Letztere war ein über die Region hinaus bedeutsames Projekt, das erfolgreich und fristgerecht abgeschlossen wurde.

Für diese geleistete Arbeit wurde den Beschäftigten des LBM ausdrücklich gedankt. Zugleich wurde betont, dass der LBM selbst nicht das eigentliche Problem sei. Vielmehr seien es die immer umfangreicheren rechtlichen Vorgaben sowie die überbordenden Genehmigungs- und Planungsverfahren, die auch für den Landesbetrieb große Hürden darstellen. Wenn dem LBM vor Ort sogar mit rechtlichen Schritten gedroht werde, sobald Arbeiten aufgenommen werden sollen, müsse grundsätzlich die Frage erlaubt sein, ob das bestehende System der überbordenden Genehmigungs- und Planungsverfahren den Anforderungen der Praxis noch gerecht wird.

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